Condor: direkt in die Karibik!

Wenn man über die Flugge­sellschaften schreibt, die in die Karibk fliegen, kommt man um eine nicht herum: Con­dor, die erste touris­tis­che Flugge­sellschaft der Welt! Denn Con­dor ist die Flugge­sellschaft, die am häu­fig­sten direkt aus Deutsch­land die Karibik anfliegt.

Und man kann bei Con­dor so manchen Fang schießen, One-Way-Flüge auf diverse karibis­che Inseln für unter 250,- Euro sind möglich.

Quelle: Flickr - http://www.flickr.com/photos/constantingross
Con­dor-Mas­chine vor dem Start in Franfurt

Condor

Con­dor, eine ehe­ma­lige Lufthansatochter und nun Teil von Thomas Cook, ist wohl die bekan­nteste Char­ter-Air­line, die in die Karibik fliegt. Con­dor fliegt nicht nur von Frank­furt, son­dern auch von Köln/Bonn direkt in diverse Ziele der Karibik.

Ich bin schon oft mit Con­dor geflo­gen, der Grund dafür war entwed­er, dass Con­dor die bil­lig­sten Flüge hat­te oder ich nur einen One-Way-Flug, also z.B. nur den Hin­flug buchen wollte. Mit tra­di­tionellen Flugge­sellschaften ist das nicht möglich, bei KLM beispiel­sweise ist der One-Way-Flug sel­ten unter 1.000 Euro zu haben — also mehr als dop­pelt so hoch wie der Preis für Hin- und Rück­flug zusammen.

Welche Ziele fliegt Condor an

Con­dor fliegt die meis­ten Inseln und Staat­en der Karibik an:

Bahamas,Barbados, Britis­che Jungfer­nin­seln, Cos­ta Rica, Domini­ca, Dominikanis­che Repub­lik, El Sal­vador, Flori­da, Grena­da, Guade­loupe, Guatemala, Jamai­ka, Kaimanin­seln, Kolumbi­en, Kuba, Mar­tinique, Mexiko (Can­cun), Nicaragua, Pana­ma, Puer­to Rico, Saint Mar­tin, St. Kitts and Nevis, St. Lucia, Trinidad, Venezuela — darauf würde ich mich nicht ver­lassen, gegeben die Zahlungss­chwierigkeit­en von Venezuela 😉
Die Bedin­gun­gen bei Condor

Bil­ligflugge­sellschaften wie Easy­jet machen etwa ein Drit­tel ihres Gewinns mit Zusat­zleis­tun­gen. Das hat sich Con­dor zum Vor­bild genom­men und eigentlich kostet alles extra, was den Flug angenehm macht. Wenn man auf den guten Sitz­mon­i­toren Filme sehen will, kostet das Geld. Alko­hol gibt es  nur gegen Geld – wenn man von dem einen kleinen Long­drink absieht. Mehr Sitz­ab­stand kostet extra, genau so Gepäck über 20 Kilo­gramm – und das nicht zu knapp! Con­dor hat die Holzk­lasse und die Busi­ness Class. Dazwis­chen wurde die Pre­mi­um Econ­o­my einge­führt. Das ist eine geniale Erfind­ung, haben die Reisenden dann doch für einiges mehr an Geld ein biss­chen mehr Luxus (ein paar Zen­time­ter mehr Sitz­ab­stand, Alko­hol etc.). Die Qual­ität des Essens an Bord ist so lala, aber das ist für die meis­ten Flugge­sellschaften normal.

Btw: wenn ihr einen späten Rück­flug habt, müsst ihr nicht unbe­d­ing Pre­mi­um Econ­o­my buchen. Denn die Zusatzgetränke werdet ihr nicht trinken, da ihr schlaft. Die paar Zen­time­ter mehr Sitz sind allerd­ings dann wichtig, wenn ihr etwas größer seid.

Besonderer Pluspunkt: die Stewardessen 

Con­dor hat m.E. die fre­undlich­sten Stew­ardessen. Die Bedin­gun­gen in der Air­line sind sich­er nicht die besten, aber ich habe bish­er wirk­lich nur gute Erfahrun­gen gesam­melt. Die Damen bleiben trotz Prob­le­men stets ruhig und fre­undlich und hat­ten immer ein Lächeln für die Fahrgäste. Hut ab dafür!!!

Quelle: Pressestelle Condor
Fliegen­der Condor

Buchen bei Condor

Con­dor hat einen Ange­botssuch­er, d.h. wenn man auf die Ange­bote für die Langstrecke geht, kann man den Start­flughafen leer lassen und nur den Zielflughafen eingeben,  z.B. Havan­na, zusam­men mit dem bevorzugten Monat, z.B. Dezem­ber. Con­dor sucht dann alle Flüge nach Havan­na im Dezem­ber, sortiert nach Preis. So find­et ihr auch Flüge, die von anderen Flughäfen starten und die ihr gar nicht auf dem Schirm hat­tet. In der Kom­bi­na­tion mit Rail & Fly kön­nt ihr dann mit dem ICE für 29,- Euro beispiel­sweise nach Frank­furt fahren – meis­tens der bil­lig­ste Flughafen – und dort in den Flieger steigen (Achtung: Rail & Fly funk­tion­iert nur in Deutsch­land!). Da ich das dop­pelte Starten und Lan­den has­se, nutze ich die Bah­n­vari­ante sehr gerne.

Und im Mai habe ich gebucht: One-Way von Havan­na bis Berlin (Umstieg in München) für 230,- Euro, das ist wahrlich ein Kampf­preis. Aktuell sind die Preise für Juli in die Karibik (z.B Trinidad oder Bar­ba­dos) bei ca. 330,- Euro. Das finde ich für Ferien­zeit­en auch noch akzeptabel.

Eintagsfliegen

Wenn ihr wirk­lich gün­stige Ange­bote schießen wollt — so wie einen Havan­n­flug für 219,- Euro — dann müsst ihr auf die Ein­tags­fliegen warten. Ein­mal im Monat hat Con­dor näm­lich Ange­bot­stag und schmeißt eine ganze Rei­he gün­stiger Ange­bote auf den Markt. Die Ange­bote bleiben erhal­ten, bis die Kontin­gente ver­braucht sind, d.h. auch über den Ein­tags­fliegen-Tag hin­aus (anders als z.B. bei Air Berlin, dort gibt es bes­timmte Zeit­fen­ster). Um zu erfahren, wann die Ein­tags­fliegen fliegen, müsst ihr euch beim Newslet­ter anmelden oder natür­lich täglich auf der Con­dor-Seite vorbeischauen.

Fazit Condor

Con­dor ist ein klar­er Bil­ligflieger. Wer Wert auf Kom­fort legt, der sollte lieber mit KLM/Air France buchen. Wer sich aber sagt, 10 Stun­den mit Ein­schränkun­gen sind kein Prob­lem, er investiert das Geld lieber in ein bis mehrere gute Cock­tails in der Karibk, für den ist Con­dor die beste Wahl.

Vorteile

  • Fre­undliche Stewardessen
  • Meist sehr gün­stige Flüge
  • Flüge kön­nen auch einzeln gebucht werden.

Nachteile

  • Wollen für alles Geld
  • Fliegen m.E. etwas langsamer
  • Eher eng in der Kabine – auch optisch, da der Air­bus klein­er ist als die Boe­ing, die oft von anderen Gesellschaften einge­set­zt werden.

Quelle: Flickr @ https://www.flickr.com/photos/aero_icarus

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